Die Atheisten kommen!

May 23rd, 2009

Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Gott

Ueberall wird religiöse Werbung gemacht, auch auf Verkehrsmittel. Auch ich denke manchmal im stillen, das grenzt an Belästigung. Jetzt wollen die deutschen Atheisten Gegenargument geben.

Sie wollten den Spruch ‘Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Gott’ ebenfalls an Bussen anbringen … und stossen in ganz Deutschland auf Abwehr … (ganzer Text auf Buskampagne.de, mit Tourenplan).

Der humanistische Pressedienst schreibt dazu in im letzten Rundschreiben der Giordano Bruno Stiftung:
Eigentlich wollten wir nur ein paar Linienbusse beschriften. Mit unserem „Unglaubens-Bekenntnis“, dass es wohl keinen Gott gibt und daher die Menschen für ihre Moral selbst verantwortlich sind. Zunächst in England und dann weltweit hatte das ganz prima geklappt und neben viel Zuspruch auch kontroverse Debatten ausgelöst.

Doch im scheinbar säkularen, aufgeklärten Deutschland bekamen wir Probleme: 17 verschiedene Verkehrsbetriebe verwahrten sich gegen unsere Werbung – während dort für Religionen oder Bordells am laufenden Meter geworben wird. Religionen sind durch ein Antidiskriminierungsgesetz geschützt, ob dies auch für unsere Weltanschauung gilt muss nun ein langwieriges Musterverfahren klären …

Weiter auf der Webseite des humanistischen Pressedienstes hpd.de: … Das Warten hat sich gelohnt: nachdem sich auf Buskampagne.de, der Website der säkularen Werbekampagne in Deutschland, inzwischen über 36.000 € Spendengelder angesammelt haben, wurde am vergangenen Donnerstag die Buskampagnen-Tournee bekannt gegeben. „Wir haben einen Anbieter gefunden, der uns einen roten Berliner Doppeldecker vermietet. Ein Cabrio, dass riesige Flächen für unsere frohe Botschaft bietet – damit ist uns Aufmerksamkeit fast garantiert“ erklärt Philipp Möller, Sprecher der Buskampagne … (ganzer Text).

Mein Kommentar: ich verstehe nicht, warum uns religiöse Ideologien im öffentlichen Raum ständig belästigen dürfen, während deren Ablehnung als politische Ideologie diskriminiert wird. Ein Ja oder Nein zu einem Gott ist die gleiche Frage, nur mit einer verschiedenen Antwort.

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